AHA oder BHA?

Wenn es um Hautpflege geht, kommt man an den Begriffen AHA und BHA nicht mehr vorbei. Die beiden Inhaltsstoffe sollen kleine Wunder für die Haut bewirken! Doch wie wirken sie eigentlich und welcher Wirkstoff ist am Besten für dich geeignet?

In diesem Blogpost geben wir dir einen Überblick über die wichtigsten Eigenschaften der beiden Säuren und welche Hautprobleme sie adressieren. So bist du bestens informiert, wenn es darum geht das perfekte AHA oder BHA Produkt für deine Pflegeroutine zu finden.

Was sind AHAs und BHAs?

AHAs und BHAs sind Säuren, die exfolierend auf die Haut wirken und so den Hauterneuerungsprozess unterstützen. Als chemisches Peeling entfernen sie abgestorbene Hautzellen und geben der Haut ihr natürliches Strahlen zurück. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Säuren ist, dass AHAs eher auf der Hautoberfläche wirken, während BHAs tiefer in die Haut eindringen. Dadurch zielen beide Wirkstoffe auf unterschiedliche Hautbedürfnisse ab.

AHA

AHAs sind Alpha-Hydroxy-Säuren, welche die Hautoberfläche erneuern und gleichzeitig durch ihre wasserliebende (hydrophile) Natur den natürlichen Feuchtigkeitshaushalt der Haut wiederherstellen. Daher werden sie auch vor allem bei sonnengeschädigter und eher trockener Haut empfohlen. Außerdem wird die Kollagenproduktion stimuliert und Falten werden dadurch weniger sichtbar. AHA hat somit eine hautverjüngende Wirkung und ist ein beliebtes Anti-Aging Produkt.

AHAs können natürlich oder synthetisch gewonnen werden (was bei Kosmetik meist der Fall ist). Die bekanntesten und beliebtesten AHA Säuren sind Glykolsäure (Glycolic Acid) und Milchsäure (Lactic Acid).

Glykolsäure wird aus Zuckerrohr gewonnen und kann dank ihrer sehr kleinen Molekülgröße tiefer in die Haut eindringen als Milchsäure. Daher sollte hier die Konzentration auch nicht über 10% liegen.

Milchsäure hat im Vergleich dazu größere eine größere Moleküle und ist daher milder, da sie nicht so gut in die Haut eindringen kann. Bei Milchsäure wird eine Konzentration zwischen 8-15% empfohlen.

BHA

BHAs (Beta-Hydroxysäuren) sind im Unterschied zu AHAs fettliebend (lipophil) und können dadurch tiefer in die Talgdrüsenfollikel eindringen und die Poren so von innen reinigen. Daher sind sie vor allem bei öliger, zu Unreinheiten und Mitessern neigender Haut beliebt. BHAs wirken auch entzündungshemmend und antibakteriell, weshalb sie zur Behandlung von Akne verwendet werden können. Bei regelmäßiger Anwendung wird die Haut weniger anfällig für Unreinheiten und Irritationen und das Hautbild wird sichtbar verfeinert.

BHAs kommen meist in der Form von Salicylsäure vor. Da BHAs tiefer in die Haut eindringen können, reicht eine Konzentration von 1-2% um eine exfolierende Wirkung zu erzielen.

Kann ich AHAs und BHAs kombinieren?

Wer die Vorteile von beiden Säuren genießen möchte, kann AHAs und BHAs auch kombinieren. Vielen sind beide Produkte gleichzeitig aber zu stark. In diesem Fall kann man entweder tageweise zwischen ihnen wechseln oder, bei häufigerer Anwendung, morgens ein AHA und abends ein BHA Produkt verwenden. Es gibt auch Produkte, die beide Säuren bereits kombinieren.

Wie verwende ich AHAs und BHAs?

Chemische Peelings wirken am besten über Nacht, können aber bei Bedarf auch zweimal täglich verwendet werden. Das Produkt am besten direkt nach der Reinigung und vor dem Toner auftragen. Positiver Nebeneffekt: Durch die exfolierende Wirkung können andere Hautpflegeprodukte im Anschluß besser aufgenommen werden.

Wichtig: Bei der Verwendung von AHAs und BHAs ist es ganz besonders wichtig auf ausreichenden Sonnenschutz zu achten, da sie die Haut sensibler zur Sonne machen.

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